04.08.2014

Elektromobilität

 

HORIZONTE beinahe geräuschlos und ohne schädliche CO2-Emissionen unterwegs

Im Rahmen des Feldversuchs Smart Mobility Thüringen wird der Fuhrpark der HORIZONTE gGmbH in Altenburg seit einigen Wochen um zwei moderne Elektrofahrzeuge ergänzt. Der Feldversuch ist eines von drei Projekten des Förderprogramms Elektromobilität Thüringen und findet von April 2014 bis September 2015 in der Landeshauptstadt Erfurt sowie im Altenburger Land statt. Das Projektziel besteht in der Entwicklung einer cloud-basierten IT-System-Plattform zur Unterstützung der Nutzung von Elektrofahrzeugen.

Dazu der Leiter von HORIZONTE, Reinhard Strecker: "Mit dem Renault Kangoo Z.E. und dem Renault Zoe stehen uns ein kleiner Transporter sowie ein City-Flitzer zur Verfügung - mit diesen beiden Fahrzeugen können wir ein Großteil der unter der Woche bei uns anfallenden Fahrten im Ambulant Betreuten Wohnen nicht nur zu äußerst geringen Betriebskosten, sondern auch beinahe geräuschlos und vor allem ohne schädliche CO2-Emissionen erledigen. Das kommt unserem Anspruch an Nachhaltigkeit sehr entgegen, das finden ich und meine Mitarbeiter ganz toll!"

Die beiden Elektrofahrzeuge, die bei der HORIZONTE gGmbH im Einsatz sind, verfügen bei geladenen Batterien über eine Reichweite zwischen 150 und 200 Kilometern. Nach Auskunft von Diplom-Ingenieur Jens Ehrhardt, der das Projekt auf Seiten der enviaM begleitet, reicht das in den meisten Fällen völlig aus. "Die durchschnittliche tägliche Fahrleistung in Deutschland liegt bei zirka 100 Kilometer am Tag. Das Risiko, mit leerer Batterie liegen zu bleiben, ist also äußerst gering", erläutert der Spezialist für Elektro-Mobilität. Nicht nur deshalb ist es für ihn ebenso erstaunlich wie bedauerlich, dass sich neben der HORIZONTE gGmbH kein weiterer Teilnehmer aus dem caritativen Bereich im Altenburger Land an dem Feldversuch beteiligt: "Nehmen wir zum Beispiel den Fuhrpark eines Pflegedienstes. Die dort eingesetzten Fahrzeuge kommen häufig auf Verbrauchswerte von über 10 Liter Benzin pro 100 Kilometer. Außerdem unterliegen sie einem überdurchschnittlich hohen Bremsenverschleiß. Gerade in diesem Bereich würde sich Elektromobilität rechnen - und noch dazu die Umwelt schonen!"

Wer Elektromobilität im wahrsten Sinne des Wortes "erfahren" möchte, kann dies schon bald an den Wochenenden tun. Die beiden bei HORIZONTE stationierten Renault-Elektrofahrzeuge stehen dann gegen Gebühr zur privaten Nutzung bereit - ein Angebot, das sich unter anderem an Familien richtet, die kein eigenes Auto haben und mit dem Elektrofahrzeug zum Beispiel ihren Wochenend-Einkauf erledigen können. Dazu noch einmal Reinhard Strecker: "Die Horizonte gGmbH hat die beiden Renaults zur Nutzung während unserer Arbeitszeiten von Montag bis Freitag gemietet. Unser Vermieter, die SWB GmbH, ist momentan in Verhandlung mit verschiedenen Car-Sharing-Anbietern, um die Fahrzeuge zur Nutzung an den Wochenenden online zu vermarkten. Bis das soweit ist, stehe ich allen Interessenten als Ansprechpartner zur Verfügung." Dafür, dass die Fahrzeuge zu Mietbeginn sauber sind, sorgt der Bereich Arbeit, Beschäftigung und Zuverdienst der HORIZONTE gGmbH. "Wir mieten die Fahrzeuge von der SWB GmbH, diese wiederum beauftragt uns mit dem Autopflege-Service", erläutert Strecker. "So sind die Elektrofahrzeuge immer top gepflegt und unsere psychisch oder suchterkrankten Klienten haben eine verantwortungsvolle Beschäftigung. Für mich ist das eine klassische Win-win-Situation."

https://www.lukasstiftung-altenburg.de/pressemitteilungen_2014_08_04_elektromobilitaet_de.html