Ev. Lukas-Stiftung Altenburg
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Angst- und Zwangserkrankungen

Angst an sich ist zunächst einmal ein menschliches Grundgefühl. Verspüren Menschen allerdings wiederkehrend eine unangemessene Angst vor Dingen oder Situationen, spricht man von einer Angststörung.


Die häufigste Form der Angststörung stellt eine übertriebene und belastende Furcht (Phobie) vor sozialen Situationen dar – beispielsweise plötzlich im Mittelpunkt der Aufmerksamkeit zu stehen. Betroffene fürchten, sich peinlich oder beschämend zu verhalten. Andere übertriebene Befürchtungen beziehen sich darauf, nicht schnell genug aus einer Situation entkommen zu können, zum Beispiel aus dem Fahrstuhl, einem Flugzeug oder geschlossenen Räumen. Häufige Angststörungen sind Tierphobien.


Leiden Menschen häufig unter plötzlichen Angstanfällen aus heiterem Himmel, also ohne ersichtlichen Anlass, spricht man von Panikstörungen. Unter einer so genannten generalisierten Angststörung werden schließlich anhaltende Angstsymptome zusammengefasst, die sich nicht auf bestimmte Situationen beschränken – wie zum Beispiel die dauerhafte Furcht, einen Unfall zu erleiden oder Angehörige durch Krankheit zu verlieren.


Letztlich leiden auch Menschen mit einer Zwangsstörung unter einer Angststörung. Gedanken und Handlungen drängen sich auf und werden als unsinnig empfunden – müssen aber dennoch in die Tat umgesetzt werden. So wird zehnmal überprüft, ob die Herdplatte ausgeschaltet ist – mit dem jeweils kurzfristigen Gefühl, die Kontrolle zu haben. Die Betroffenen leiden unter unangenehmen, übertriebenen und sich häufig wiederholenden Handlungen oder Gedanken, gegen die sie sich wehren. Die häufigste Form stellen Zwänge in alltäglichen Abläufen dar, sich beispielsweise häufig zu waschen, oft und intensiv zu putzen oder Dinge zu ordnen. Zudem werden Betroffene meist von immer wiederkehrenden Zwangsgedanken belastet, die Furcht auslösen.

 
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